Rückblick: 1. Amstettner Zukunftsforum

„Digitale Transformation! Neue Formen der Unternehmenskultur und die Dimension der Mobilität“, unter diesem Motto stand am Donnerstag, 09.11.2017 die Auftaktveranstaltung „1. Amstettner Zukunftsforum“. Eingeladen von der PFI - Plattform für Innovationsmanagement und der Zukunftsakademie Mostviertel, konnten im außergewöhnlichen Ambiente der alten Remise des Bahnhofes Amstetten zahlreiche Vertreter der etablierten Unternehmungen, sowie viele aufstrebende und dynamische Jungunternehmer begrüßt werden. Die definierte Zielsetzung war die gemeinsame Diskussion der Zukunft und die Entwicklung von Lösungsansätzen. Unter dem Motto „denken wir als Region, denken wir Mostviertel“, wurden die Herausforderungen der Digitalen Transformation und Disruption aufgezeigt und in verschiedenen Workshops entsprechende Anforderungen für die Lösungsfindung erarbeitet.

Nach der Begrüßung durch DI Gerald Steinwender (gf. Obmann der PFI - Plattform für Innovationsmanagement) und Mag. Rosemarie Pichler (Projektmanagement der Zukunftsakademie Mostviertel) eröffneten Dr. Andreas J. Ludwig (CEO Umdasch Group AG u. Obmann der Zukunftsakademie Mostviertel) gemeinsam mit Mag. Silvia Angelo (Vorstandsmitglied der ÖBB-Infrastruktur AG, Ressort Finanzen, Markt, Service) die Veranstaltung. Danach erläuterte Mario Herger, PhD (Foresight Thinker | Consultant | Author - Enterprise Garage Consultancy) das Themenfeld anhand von Beispielen einiger erfolgreichen Start Ups aus dem Silicon Valley in Kalifornien. Am Anfang steht immer eine Idee, die vielleicht manche für dumm halten. Das Schwierige daran ist die erfolgreiche Umsetzung, deshalb lautet sein Credo: „Pay it forward!“. Auch das Scheitern muss erlaubt sein, sofern man etwas daraus lernt. Wie „digital ready“ einige Unternehmen bereits sind, schilderte er eindrucksvoll anhand der automobilen Branche, wo in Kalifornien bereits 43 Unternehmen die Lizenz zum autonomen Fahren besitzen und stolze 80 Mrd $ investiert wurden. Der größte Reichtum werden zukünftig Daten sein. So kann die Aufzeichnung beim autonomen Fahren allein in einer einzigen Stunde von 1 bis 4 Terrabyte Daten betragen. Naturgemäß werden sich durch die Datenflut auch die Jobanforderungen ändern und Experten für Datenanalyse und künstliche Intelligenz gehört schon jetzt die Zukunft. Zum „Walk the Talk“ gaben weiterst spannende Inputs folgender Experten: DI Michael Altrichter (Business Angel & Impact Investor - startup300), Chris Müller (Founder | CEO - Tabakfabrik Linz), Mag. Thomas Welser (Welser Profile Austria GmbH) und Dr. Lucas Winter (Project Manager Doka Ventures GmbH).


„Innovation Hubs als Raum für Kreativität, Business und Lifestyle sind die Drehscheiben der Zukunft. Mit der Tabakfabrik Linz hat startup300 vorgezeigt, wie sich die gesamte Wertschöpfungskette im Startup Ökosystem an einem Ort befruchten kann. Auch in Amstetten würde ich mir ein Zukunftszentrum wünschen – nicht nur aus Patriotismus als gebürtiger Mostviertler.“, erklärt DI Michael Altrichter (Business Angel & Impact Investor - startup300)

Die Quartiersentwicklung der ÖBB Immobilienmanagement GmbH (Tochter der ÖBB Infrastruktur AG) am Beispiel Amstetten soll einen wesentlichen Beitrag für die Stärkung des  Kerngeschäftes der ÖBB leisten. Pulsierende Stadtquartiere im Bereich der Bahnhöfe entlang der hochleistungsfähigen Magistralen können sich prosperierend entwickeln, weil sie sie in der Lage sind, die unschlagbaren Mobilitätsvorteile der Bahn unmittelbar auszuschöpfen. „Die Eisenbahn hat eine lange Vergangenheit von 180 Jahren. Um erfolgreich zu sein, musste sie bisher immer innovativ sein und das ist auch unsere Aufgabe für die Zukunft. Die Remise ist daher der richtige Ort, um Tradition und Zukunft zusammenzubringen.“, so Mag. Silvia Angelo, Vorstandsmitglied der ÖBB-Infrastruktur AG.

Die alte Remise in Amstetten zeichnet sich durch ein besonderes Potential aus. Kaum waren vor einem Jahr zum letzten Mal Lokomotiven aus der ÖBB-Remise in Amstetten gerollt, war sie schon Kultobjekt. Und ein neues Kulturobjekt der Stadt. Nach nur wenigen Monaten hat sich der ehemalige Lokschuppen mit zahlreichen Veranstaltungen einen Platz im gesellschaftlichen Leben von Amstetten erobert. Eines wird das Halbrund der Remise weiterhin bleiben: Ein Kraftzentrum. Hat sie über viele Jahrzehnte kräftige Lokomotiven und starke Motoren beherbergt, wird sie bald Heimstätte starker Ideen sein, ein Zentrum der Kraft von morgen.

Es geht um ein neues Denken, das von der Remise Amstetten ausgehen soll: Der ländliche Raum und seine Entwicklung sind neu zu definieren, starke Ideen umzusetzen, um den großen Städten überzeugende Alternativen entgegenzustellen. Antworten zu finden. Damit es so selbstverständlich wie erstrebenswert wird, da zu arbeiten wo man lebt. Nicht wegzugehen, sondern zu bleiben, weil man gerne bleibt und gerne zurückkommt. Amstetten, das die Vorzüge von Stadt und Land in sich vereint, will einen Anfang dieses Denkens machen. Eine Stadt zwischen den Hauptstädten Linz, Sankt Pölten und Wien. Gelegen an einer leistungsfähigen Bahnstrecke, die diese Städte rasch erreichbar macht. „All die Veränderungen und was sie mit sich bringen, das alles wird in der Remise vorausgedacht und bedacht und im neuen Bahnhofsquartier um den ehemaligen Lokschuppen umgesetzt. Starke Ideen sollen eine starke Region schaffen“, erklärt  Günther Sterlike, Projektentwickler der ÖBB Immobilienmanagement GmbH.

Das Interesse und Engagement der Teilnehmer war überwältigend. Das 2.  Amstettner Zukunftsforum wurde bereits fixiert. Die weiterführenden Gespräche zum Aufbau eines möglichen „Future-Hubs“ werden umgehend gestartet.

Fotos: (c) mostropolis.at

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