Innovation als Strategie - Chance für Unternehmen in turbulenten Zeiten

Mittwoch, 01. bis Donnerstag, 02.04.2009, 2:00

Raiffeisen Forum, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen Platz 1, 1020 Wien

Mehr als 160 Teilnehmer beim 6. Forum in Wien
Hochkarätige Wirtschafts- und Innovationsexperten aus dem In- und  Ausland gaben am 6. Forum Innovation als Strategie – Chance für Unternehmen in turbulenten Zeiten am 2. April 2009 der Plattform für Innovationsmanagement (PFI) vor 162 Teilnehmern wieder spannende Einblicke in innovative Unternehmen.

Präsident DI Johann Marihart von der Industriellenvereinigung Niederösterreich betonte die Wichtigkeit von Forschung und Entwicklung und belegte aufgrund der jährlichen Evaluierung der Wirkung der von Forschungsförderung in Österreich diese mit Zahlen: "Ein einziger Forschungseuro bringt 26 Umsatzeuro." Daher appellierte Marihart ganz klar daran, dass vor allem auch in krisenbehafteten Zeiten Innovation und F&E aufrechterhalten werden muss.

Für Dr. Friedrich Hartner, Vorsitzender des Präsidiums der Plattform für Innovationsmanagement, sind Innovation und Kreativität gerade in Zeiten konjunktureller Schwäche sehr wichtig. Ein Ziel muss dabei im Auge behalten werden: "Innovative Prozesse sollen für Menschen gemacht werden und einen klaren Mehrwert bieten." Hartner ergab sich überzeugt: "Wenn alle Anstrengungen der nachfolgenden Generation und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gelten, kann die Krise gemeistert werden."

Generaldirektor Dr. Reinhold Süßenbacher von der Umdasch AG, sieht einen Grund für den Erfolg der Umdasch AG der letzten 10 Jahre vor allem auch darin, dass im Unternehmen ein starker Wille zur Innovation besteht, die klar kommuniziert und gelebt wird. Innovation betrifft jede Abteilung im Unternehmen und geht weit über Produkte und Dienstleistungen hinaus. Fortschritt besteht für Süßenbacher nicht nur in der Verbesserung dessen, was zu ändern ist, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird. Seine Botschaft zur gegenwärtigen Situation: "Investition in Aus- und Weiterbildung und in Innovation bzw. F&E sichern die Zukunftsfähigkeit jedes Unternehmens!"

Die Podiumsdiskussion mit DI Gerald Steinwender, Geschäftsführender Obmann der PFI,
Univ.-Prof. Dr. Sören Salomo von der TU Kopenhagen, DI Johann Marihart und Dr. Reinhold Süßenbacher brachten folgende Empfehlungen:

  1. In diesen turbulenten Zeiten benötigen Unternehmen neben Hilfestellungen in der Liquidität auch verbesserte Rahmenbedingungen und Anreize für Innovation, Forschung und Entwicklung von der öffentlichen Hand – Innovation darf jetzt nicht dem Sparstift zum Opfer fallen.
  2. Die Innovation des Innovationsmanagements mit einem verbesserten Verständnis der Kundenbedürfnisse sind Basis für Effektivität (die richtigen Projekte) und Effizienz (time to market) in den Innovationsprozessen – Innovationsprojekte müssen jetzt neu priorisiert werden.
  3. Mit Open Innovation können gezielt Kunden, Forschungseinrichtungen, Lieferanten und fallweise  auch Mitbewerber eingebunden werden – "das Rad" muß nicht neu erfunden werden.

In den folgenden Beiträgen zeigten nationale und internationale Fachexperten ihre Best Practices und Erfahrungsberichte. Die Experten kamen von Strategyn USA, Malik Management Zentrum
St. Gallen, simon kucher & partners, Hyve, Magna International, Doka, Fraunhofer IAO, CREAX, Campus 02, bene consulting, voestalpine, iip innovation in progress – Strategyn, Liebherr, Skidata, Bene, Hype, Continental, winnovation, Infineon, Chemetall, BMWFJ und Innovative Management Partners.

Bei der am Vorabend stattfindenden Innovation Lounge konnten 33 Teilnehmer mit Mag. Michaela Rammel von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Mag. Herbert Schweiger von Berndorf Band und Univ.-Prof. Dr. Sören Salomo von der TU Kopenhagen über Innovation aus der Sicht einer Bank, der Industrie und der Wissenschaft diskutieren.

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