Dezentrales Innovationsmanagement

Mittwoch, 11.09.2013, 2:00

Josef Umdasch Platz 1, 3300 Amstetten

Rund 70 TeilnehmerInnen folgten am 11. September der Einladung der PFI zum 41. Innovationspool. Begonnen wurde die Veranstaltung mit einer spannenden Betriebsbesichtigung bei M. Swarovski, wo der Produktionsprozess "Vom Rohstoff (Glasscherben) bis zur Glasperle" gezeigt wurde. Am Vortrags-Nachmittag informierten sich die BesucherInnen bei Doka Industrie zum Thema "Dezentrales Innovationsmanagement". In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden Pros und Contras aufgezeigt und die Erkenntnisse eines informativen Innovationspools zusammengefasst.

Erster Programmpunkt des 41. Innovationspools der PFI war eine abwechslungsreiche Betriebsbesichtigung der M. Swarovski GmbH. Die BesucherInnen durften hautnah miterleben, wie am Standort Amstetten Flachglas zu Mikroglasperlen bzw. Hochindexperlen, die zB für Straßenmarkierungen dienen, veredelt wird.

Im Anschluss an den Business Lunch eröffnete Moderator Gerald Steinwender (PFI) den Vortrags-Nachmittag bei Doka Industrie GmbH. Nach einer kurzen Erläuterung des Themas "Dezentrales Innovationsmanagement" übergab er das Wort an die BegrüßerInnen.

Landesrätin Petra Bohuslav gratulierte der PFI zu ihrem 10-jährigen Bestehen und betonte die Wichtigkeit von Innovationen für österreichische Unternehmen. Das Land Niederösterreich unterstützt dabei zB mit den vier Technopolen, den fünf Clustern, dem Angebot der TIPs "Technologie- und Innovations Partner" sowie dem Förderprogramm "InnovationsassistentInnen/-beraterInnen für KMU".

Andreas J. Ludwig (Umdasch) freute sich, die PFI in seinem Haus begrüßen zu dürfen und zählte Innovation, gut ausgebildete MitarbeiterInnen und Flexibilität als drei Erfolgsfaktoren für Unternehmen auf.

Harald Bleier (ecoplus) begrüßte als Kooperationspartner der PFI die TeilnehmerInnen, betonte die hohe Bedeutung branchenübergreifender Vernetzung und wünschte einen informativen und innovativen Nachmittag.

In verschiedenen Fachvorträgen und Praxisberichten konnten sich die BesucherInnen zum Thema des Innovationspools informieren:

  • Firmenvorstellung M. Swarovski GmbH (Richard Neumann, Swarco)
  • Innovation bei SWARCO (Peter Tomazic, M. Swarovski)
  • Hit or Flop – Chancen und Herausforderungen im globalen Hightech Umfeld (Franz König, Hewlett-Packard)
  • Dezentrales Innovationsmanagement bei T-Systems (Simone Schalk-Jaschke, T-Systems)
  • "Sie stehen vor neuen Herausforderungen?" Fördermöglichkeiten der austria wirtschaftsservice GmbH (aws) für innovative KMU (Karl Schiller und Petra Huber, aws; Alfred Paukerl, EBE solutions)

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden von Gerhard Drexler (Mondi), Johann Peneder (Doka), Alois Senger (Otis) sowie Peter Tomazic (M. Swarovski) die Vor- und Nachteile des dezentralen Innovationsmanagements nochmals erläutert und die wichtigsten Aussagen des Tages zusammengefasst:

Was versteht man alles unter einem dezentralen Innovationsmanagement:

  • F&E an mehreren Standorten
  • Zentrales Innovationsmanagement, zentrale F&E und dezentrales Produktmanagement in Ländern und/oder Töchtern
  • Innovationsmanagement, F&E und Produktmanagement in den Geschäftsbereichen
  • Ideenmanagement an mehreren Standorten
  • Dezentrale internationale Teams für die Entwicklung von neuen Produkten

Vorteile im dezentralen Innovationsmanagement sind die lokale Nähe zu Netzwerken, Forschungspartnern (Unis) sowie Kunden- und Produktionsnähe. Außerdem können schnellere Entscheidungen getroffen werden, was somit auch raschere Umsetzung und Prozesse ermöglicht. Dezentrales Innovationsmanagement bedeutet aber auch, dass sich die Tochterunternehmen selbst finanzieren müssen und das Risiko bei ihnen liegt.

Im Hinblick auf den Erhalt und die Schaffung von Kompetenz und hochwertigen Arbeitsplätzen in Österreich hat das Thema in international tätigen Unternehmen eine immer stärkere Bedeutung. Ziel der Wirtschaftspolitik muss aus Sicht der PFI sein, das Innovationsmanagement und das F&E-Headquarter der international agierenden Unternehmen in Österreich zu haben. 

Nach den Fachvorträgen und der Podiumsdiskussion beendeten News & Ausblick der PFI den abwechslungsreichen und informativen Tag bei M. Swarovski bzw. Doka.

Ein herzlicher Dank gilt den Teams der beiden Gastgeber-Unternehmen für die Unterstützung und Durchführung des 41. Innovationspools sowie die freundliche Betreuung vor Ort.

Fotorechte (c)Weinfranz

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