Business Model Innovation

Mittwoch, 27.02.2013, 1:00

EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Wienerbergstraße 59–65, 1120 Wien

Am 27. Februar 2013 fand bei EVVA Sicherheitstechnologie GmbH in Wien der 39. Innovationspool der PFI statt. Rund 60 BesucherInnen folgten der Einladung und informierten sich bei verschiedenen Fachvorträgen zum Thema "Business Model Innovation". Die Betriebsführung gab praxisnahe und interessante Einblicke in die Herstellung mechanischer Schließsysteme bei EVVA.

Nach der Führung durch die Produktionshallen der EVVA Sicherheitstechnologie GmbH und einem anschließenden Business Lunch, eröffnet Moderator Bernd Gottinger (PFI) den Vortrags-Nachmittag des 39. Innovationspools.

Martin Pattera (Strategyn iip und Sprecher des Beirats der PFI) gibt als Moderator des vergangenen 38. Innovationspools ein kurzes Resümee der erarbeiteten Key Takeaways zum Thema "Megatrends identifizieren und in Innovationen umsetzen" und schlägt die Brücke zu den Präsentationen beim 39. Innovationspool: "Wie können Megatrends für Geschäftsmodellinnovationen herangezogen werden?".

Anschließend folgt die offizielle Begrüßung sowie Vorstellung des Familienunternehmens durch den Gastgeber Stefan Ehrlich-Adám (Geschäftsführer EVVA). Im Anschluss daran erfahren die TeilnehmerInnen interessante Praxisberichte im Bereich der Geschäftsmodellinnovation und diskutieren die gewonnen Erkenntnisse in Kleingruppen.

  • Best Practice 1: AirKey – Die NFC Zutrittslösung von EVVA (Alexander Strondl, EVVA)
  • Best Practice 2: Geschäftsmodell-Design: Nur wie jetzt genau? (Thorsten Lambertus, Institut für Entrepreneurship und Innovation, WU Wien)
  • Best Practice 3: Geschäftsmodellevolution durch Dienstleistungsinnovation (Christoph Ehrenhöfer, FH Campus 02)
  • Best Practice 4: smartware vs. software: zur TOP-Arbeitgebermarke mittels einzigartiger Business Model Innovation – das CORE smartwork Projekt (Michaela Janschek, CORE smartwork)
  • Serie "Finanzierung und Förderung von Innovations- und F&E Projekten": Der Businessplan – Basisbaustein für die Realisierung Ihrer Projekte (Michael Gruber, Oberbank)

Mit News & Ausblick der PFI beendet Gerald Steinwender (Geschäftsführender Obmann der PFI) die interessante und abwechslungsreiche Veranstaltung bei EVVA.

Ein herzlicher Dank gilt dem EVVA-Team für die Unterstützung und Durchführung des 39. Innovationspools sowie die freundliche Betreuung vor Ort.

Summary

Im Zuge der Gruppendiskussionen der "Best Practice Outcomes" definierten die TeilnehmerInnen Key Takeaway's, die Bernd Gottinger wie folgt zusammenfasst:

Produktinnovation muss  mehr in neuen Business Models gedacht werden, Produktinnovation allein greift häufig zu kurz, um nachhaltige Konkurrenzvorteile aufzubauen. Business Model Innovation umfasst die Berücksichtigung eines gesamten Umfelds, in dem das aktuelle Geschäft eines Unternehmens betrieben wird. Daher ist die Kreation neuer Geschäftsmodelle ein komplexes Unterfangen, das gründliche Vorbereitung, die Einbindung von Partnern und ein systematisches Vorgehen verlangt.
Die Einbindung der MitarbeiterInnen sowie externen Stakeholder auf breiter Ebene ist unbedingt erforderlich, die Darstellung des Innovationsprozesses ist ein wesentliches Mittel der Kommunikation und hilft der Identifikation aller Beteiligten mit dem Vorhaben. Dazu dient z.B. die Canvas Darstellung, die ein gutes Mittel darstellt, um Ziele zu formulieren und den Innovationsprozess samt der Umfeldeinflüsse zu strukturieren.
Business Model Innovation verläuft selten in linearen Entwicklungen, Schleifen sind wichtig, um Hypothesen zu überprüfen und Anpassungen bei den Zielen oder den Parametern vorzunehmen.  Nachdem viele Annahmen nicht valide theoretisch überprüft werden können, gilt es frühzeitig Testläufe am front-end zu starten (Umfragen, Testmärkte, etc.) und die getroffenen Annahmen und die Zielvorstellungen kritisch zu hinterfragen. Das kreative Spielen mit verschiedenen Modellvarianten erweitert den Lösungsraum, ohne dabei an Tempo im Prozess zu verlieren.
Nachdem Business Model Innovations sehr umfassende Vorarbeiten benötigen, verfügen Unternehmen in den wenigsten Fällen über alle Ressourcen für den Innovationsprozess. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern hilft, fehlende Expertise oder Kapazität zu kompensieren und die Entwicklungszeit zu verkürzen.

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