Innovationsprojekte außerhalb der F&E

Mittwoch, 05.09.2012, 2:00

buntmetall amstetten GmbH, Fabrikstraße 4, 3300 Amstetten

 

Am 5. September 2012 fand bei buntmetall amstetten der 37. Innovationspool der Plattform für Innovationsmanagement (PFI) statt. 70 TeilnehmerInnen informierten sich bei verschiedenen Best Practices über das Thema "Innovationsprojekte außerhalb der F&E" und diskutierten anschließend die wichtigsten Key Takeaway's.  

 

Nach der offiziellen Eröffnung durch Moderator Prok. Ing. Johann Peneder, Bereichsleiter DOKA Group Forschung und Entwicklung, DOKA Industrie GmbH und Stellvertretender Obmann der PFI stimmte Ing. Anton Zierhut MBA, Technischer Geschäftsführer der buntmetall amstetten GmbH die BesucherInnen mit einer emotionalen Firmenpräsentation auf die Betriebsbesichtigung ein. Bei der Führung bekamen die TeilnehmerInnen Einblick in die Produktion der Halbzeuge aus Kupfer und Kupferlegierungen und wie viel Koordinations- und Produktionsaufwand hinter diesen "einfach anmutenden Halbzeugen", wie es Prok. Ing. Johann Peneder anschließend treffend formuliert, steckt.

Nach dem Business Lunch folgte die Begrüßung durch die Kooperationspartner der PFI. Mag. Michaela Roither, Geschäftsführerin der Landesgruppe NÖ in der Industriellenvereinigung NÖ bekräftigt, dass es nie genug Innovation geben kann und unterstützt ein so "lebendiges Netzwerk" wie die PFI gerne. DI Stefan Liebert, Leitung Cluster NÖ, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH schließt sich dem an, betont die Wichtigkeit sozialer Netzwerke außerhalb der F&E als Grundlage für F&E und wünscht den TeilnehmerInnen einen innovativen Nachmittag.

Dr. Alexander Lerch, Leiter Entwicklung und Technologie, buntmetall amstetten GmbH informiert darüber, wie Know-how für interne und externe Innovationen genutzt werden kann. So agiert buntmetall nicht nur als Halbzeuglieferant, sondern unterstützt Kunden auch als Berater mit hoher Problemlösungskompetenz.

In seinem Vortrag "Beispiele und Relevanz sozialer Innovationen im Unternehmenssektor" betont Univ.-Prof. Dr. Josef Hochgerner, wissenschaftliche Leitung, Zentrum für Soziale Innovation, dass Innovation immer soziale Auswirkungen im Unternehmen hat. Damit Innovationen gelingen, bedarf es neuer Normen und Werte im Unternehmen.

Ing. Michael Grimm, Geschäftsführer, Metran Rohstoff-Aufbereitungs GmbH und Prok. Gerald Weidenauer, Leitung Investitionsfinanzierung und -förderung, Oberbank AG erläutern die Möglichkeiten einer erfolgreichen Finanzierung und Förderung eines Innovationsprojektes im Bereich Kunststoffrecycling/Edelmetallseparierung.

Ein einfaches Produkt – in diesem Fall eine Axt – scheint für den Kunden kaum unterscheidbar. Wie eine Axt emotionalisiert werden kann, veranschaulichten Mag. Dr. Leonhard Müller, Geschäftsführung, Himmelberger Zeughammerwerke, Leonhard Müller & Söhne und DI Jürgen Jantschgi, Geschäftsführung, Jantschgi C&R in ihrem Vortrag über eine Marketinginnovation. Herkömmliches Schmieden einer Axt wurde zu einem "Erlebnis mit allen Sinnen", das zB auf www.jollydays.at gebucht werden kann.

Michael Schruef B.A., Head of Administration, My Product OG schildert in seinem auflockernden Vortrag, wie gemeinsam mit zwei Studienkollegen bei einem gemütlichen Zusammentreffen die Idee des "Greißlers im Internet" geboren wurde. Mit ihrer Internetplattform www.myproduct.at wird Konsumenten die Möglichkeit geboten, verschiedene Spezialitäten von österreichischen Landwirten zu bestellen und direkt nach Hause geliefert zu bekommen. Die Tests für die Versendung von Lebensmitteln wurden lebhaft präsentiert und können auch auf youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=en37ajHHJLs nachverfolgt werden.

Eine Prozessinnovation bildete den Abschluss an diesem Nachmittag. Ing. Andreas Löbersorg, Process & Service Development (PSD), DOKA Industrie GmbH präsentiert sein Innovationsprojekt, das im Rahmen des FH Lehrganges Marktorientiertes Innovationsmanagements 2011/12 erstellt wurde. Er schildert die Erkenntnisse seiner Mitarbeiterbefragungen und -beobachtungen in weltweiten Doka Niederlassungen. Ziel dieser Arbeit war die Einführung von Mindeststandards bei Prozessen als Voraussetzung für optimale Abläufe.  

Im Zuge der anschließenden Gruppendiskussionen der "Best Practice Outcomes" nehmen die TeilnehmerInnen u.a. folgende Key Takeaway's mit:

  • Innovationen sind immer übergreifend (nicht nur in der F&E), Vorhandenes nutzen und Partner suchen -  denn alleine sind die Möglichkeiten begrenzt!
  • Herausforderung des Wissensmanagements ist es, Wissen preis zu geben, ohne die eigene Position zu schwächen!
  • Um erfolgreich zu innovieren, ist die Kombination aus Methode, Emotion und Disziplin wichtig!
  • Denken muss mit Probieren kombiniert werden!
  • Wer nicht über den Tellerrand schaut, findet wenig Neues!
  • 10% Freiraum im Unternehmen für Innovation schaffen!

Mit News & Ausblick der PFI beendet DI Gerald Steinwender, Geschäftsführender Obmann der PFI den informativen Tag bei buntmetall amstetten. Die neue PFI Webpage www.pfi.or.at ermöglicht allen eingeloggten ordentlichen Mitgliedern, in Dokumenten der PFI Veranstaltungen zu stöbern.

Ein herzlicher Dank gilt dem Team der buntmetall amstetten GmbH für die Unterstützung und Durchführung des 37. Innovationspools.

Bilder

Seiten