Was kommt vor der Produktentwicklung

Mittwoch, 08.09.2010, 2:00

Welser Profile AG, Wieselburger Straße 1, 3264 Gresten

94 Innovationsinteressierte folgten am 8. September dem Aufruf der Plattform für Innovationsmanagement zum 29. Innovationspool beim niederösterreichischen Profilhersteller Welser Profile. Frau Landesrätin Dr. Petra Bohuslav eröffnete die Veranstaltung und bekräftigte wie wichtig Innovation für den Standort Niederösterreich ist. Den Besucherzuwachs betonte auch der Obmann der PFI, Herr DI Gerald Steinwender in seiner Eröffnung "PFI – eine Erfolgsgeschichte mit 3 Buchstaben“ und wies auf das neue Veranstaltungsformat Innovation Table hin.

Bei einer Betriebsbesichtigung konnten die Teilnehmer einen Einblick in die Profilherstellung gewinnen. Danach wurden die Teilnehmer mit regionalen Schmankerl verwöhnt und die Vortragsreihe konnte gut gestärkt beginnen.

DI Rainer Kronsteiner, Leiter F&E und Mag Werner Stöbich, Markt- und Innovationsmanagement der Welser Profile starteten mit dem Titel "Das Front End im Innovationsprozess eines Halbzeugherstellers in der Metallwarenindustrie" und führten die Teilnehmer durch eine Zeitreise des Front End – Welser gestern, heute und morgen. Die Vortragenden erklärten einen systematischen Ansatz zur Erfassung von Kundenbedürfnissen im Front End mit Hilfe der Outcome-Driven-Innovation Methode.

DI (FH) Gerald Aigner, Leiter Innovation Management und DI (FH) Markus Pollhamer, Produktmarketing Schweißtechnik von Fronius International stellten in ihrem Vortrag "Innovationsstrategie als Grundvoraussetzung für effektives Innovationsmanagement" den "Fronius Weg“ vor und wie diese Strategie im Unternehmen entstanden und zum Leben erweckt wurde.

Frau Corina Plank B.A. zeigte Problembereiche im Front End auf, die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit "Wie österreichische Innovationsverantwortliche ihre Leistungslücken identifizieren" festgestellt hat.

Frau Mag. Claudia Kaefer, Gründerin von FRINK, zeigte mit einer erfrischenden Präsentation anhand des Fallbeispiels EUREST die Anwendung und Vorteile von Ethnographie im Front End des Innovationssprosses.

Ausgehend von den Fragen "Was ist unser Geschäft?" und "Was soll in Zukunft unser Geschäft sein?" hat Mag. Martin Pattera von iip innovation in progress, anhand der Methode Outcome-Driven-Innovation und zahlreichen Praxisbeispielen vorgestellt, wie man wirtschaftlich attraktive Innovationsfelder findet und priorisiert.

Über "Multi- Innovationsprojektmanagement – ein internationaler Benchmark der TU Berlin" und was Top-Performer anders machen, sprach Dr. Alexander Kock, Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement an der TU Berlin und forderte zur Teilnahme an dieser Studie auf.

Als Austausch zwischen PFI-Mitglieder brachte DI (FH) Martin Brunner, MSc internationale Trends von der World Innovation Convention 2010 ein. Er sprach über Trends wie "Sustainable Innovation" und "Service Profit Chain".

Abschließend berichteten Vertreter vom Land NÖ, ecoplus, Industriellenvereinigung NÖ und Vertreter von Unternehmen über Ihre Erfahrungen mit der Benchmarkinitiative der PFI innove! austria. und wie sie ihre Innovationsleistung damit steigern konnten.

Ein besonderer Dank gilt Mag. Thomas Welser, der dieses Mal als Moderator und Gastgeber fungierte. Die PFI bedankt sich für die abwechslungsreiche Moderation durch den Nachmittag, den freundlichen Empfang und die ausgezeichnete Verköstigung.

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